Erfolgsgeschichten

Folgende Personen waren so freundlich mir ihre Erfahrungen mit LCHF mitzuteilen, damit ich sie hier veröffentlichen kann.

 

Marion C., 45 J. (Mai 2009)

Seit meiner Kindheit kämpfe ich mit meinem Gewicht und werde auch mein Leben lang auf mein Gewicht achten müssen.

Seit ich aber die kohlenhydratarme Ernährung nach Dr. Robert C Atkins (LC ) entdeckt habe bin ich glücklich wie nie zuvor.

Vorher hatte ich natürlich wie viele andere meiner Leidensgenossen unzählige Diätversuche hinter mir. Meine größte Abnahme waren 47 Kg die ich mit Hungern und absolut fettarmer Ernährung zwei Jahren erreichte. Dann hatte ich keine Lust mehr auf fades Essen und allmählich schlichen sich die alten Essgewohnheiten wieder ein und ich nahm natürlich wieder um die zwanzig Kilo zu.

Durch ein Familienmitglied kam ich auf die kohlenhydratarme Ernährung nach Dr. Robert C Atkins und testete es einfach aus obwohl ich schon skeptisch war und eigentlich schon aufgegeben hatte. Jetzt oder nimmer dachte ich mir und ein Wunder geschah; Ich konnte Eier, Fleisch, Majo, Sahne usw. essen und nahm sogar dabei ab!

Mittlerweile habe ich mich fast halbiert und insgesamt fast 60Kg abgenommen!

Wenn ich heute in den Spiegel schaue kenne ich mich manchmal selber nicht wieder und das alles verdanke ich der kohlenhydratarmen Ernährung die ich jedem weiterempfehlen möchte, der endlich dauerhaft sein Traumgewicht erreichen will. Da ich begeistert von der kohlenhydratarmen Ernährung bin, möchte ich meine Erfahrungen gerne weitergeben und andere ermutigen diesen Weg zu gehen.

Ich habe sogar eine LC-Zeitung entworfen über die LC Ernährung um zu Informieren und Neugierig zu machen. Weitere Einzelheiten zu meiner Geschichte und viele Tipps finden Sie auf meiner Homepage
www.ohne-speck.de

Gruß
Marion

(Anmerkung: LC nach Dr. Atkins unterscheidet sich zwar in einigen Punkten von der LCHF-Philosophie aber ist dennoch ein sehr guter Weg zur gesunden Ernährung)

—————————————————————————————————————————————–

Hallo Nicole, hallo alle im Forum,
seit knapp einem Jahr versuche ich nun mit mehr oder weniger Rückschritten nach lchf zu leben. Über Anfangsschwierigkeiten könnte ich ein ganzes Buch schreiben, dennoch bin ich mittlerweile von dieser Ernährungsweise überzeugt. Nun kurz zu meiner Vorgeschichte. Ich bin 45 Jahre und von Kindheit an war Übergewicht, später Essstörung (Bulimie) mein Thema.
Ich war eine die konnte den ganzen Tage essen. Hatte ständig Hunger, war zwar oft voll vom Essen, aber nie wirklich satt. Ich war 11 Jahre Vegetarierin, versuchte es mit Trennkost, Vollwertkost usw. Es gibt glaube ich keine Ernährungsform, für die ich keine Buch besaß bzw. die ich noch nicht ausprobiert hatte. Doch der Hunger blieb.
Anfang 30 kamen dann auch noch Verdauungsprobleme und Unverträglichkeiten von Milch und Obst hinzu. Auf LCHF kam ich durch Kwasniewski und Lutz. Die ersten Wochen war ich nur noch müde, müde bis in die Knochen. Meines Erachtens der volle Zucker-/Kohlenhydratentzug. Dazu kam Verstopfung total. Versuchte dies mit bitteren Kräutern, viel Wasser trinken, doch etwas Ballaststoffe ins Essen, zu beheben. So wirklich besser geworden ist es in den ersten Wochen und Monaten nicht geworden. Hab dann manchmal zu Abführmitteln gegriffen, weil ich keine andere Chance sah. Wahrscheinlich hab ich da auch bei Fett noch zu zögerlich zugelangt. Gleichzeitig fingen meine vorhandenen Gallensteine an, sich bemerkbar zu machen. Ich war total verunsichert.

Doch eines war, ich war endlich satt. Und das wog die oben genannten Schwierigkeiten alle auf. Endlich nicht mehr zwischendurch essen müssen. Endlich musste ich nicht mehr gegen meinen Hunger und meine Gelüste kämpfen, das war oft so anstrengend, und oft verlor ich den Kampf.

Ich machte weiter und mein Körper gewöhnte sich allmählich an diese Ernährung. Leider war ich nicht immer konsequent, was ich heute bereue, dann wäre die Umstellung sicher schneller vonstatten gegangen.

Heute geht es mir gut, und dann am besten, wenn ich viel, viel Fett, etwas Eiweiß, und ganz wenig Kohlenhydrate zu mir nehme. Ich reagiere auf zuviel Eiweiß schnell wieder mit Verdauungsproblemen, auf zu viel Kohlenhydrate mit Heißhunger und Gewichtszunahme.

Ich war die letzten Jahre eigentlich bereits “normalgewichtig, war aber trotzdem etwas “speckig” um die Taille. Seit LCHF hab ich ca. 3 kg abgenommen. Aber was mir noch mehr gefällt, ich hab auf meine alten Tage wieder eine Taille bekommen.

Ich kann nur jedem empfehlen, durchzuhalten. Seinen eigenen Weg, entgegen der gängigen Ernährungsregeln, durchzuziehen ist anstrengend, aber es lohnt sich.

Liebe Grüße
Rita

——————————————————

Hallo Rita und willkommen bei LCHF!

Deine Geschichte würde ich gerne bei “Erfolgsgeschichten” hinzufügen wenn es o.k. für Dich ist? Vielleicht könntest Du noch ein bisschen davon erzählen, welche gesundheitlichen Verbesserungen Du genau durch LCHF erreicht hast?

——————————————————

Ritas Antwort darauf:

Natürlich kannst du meine Geschichte zu den “Erfolgsgeschichten” hinzufügen, wenn du denkst sie passt.

Ich leide seit meiner Jugend an Bulimie. Die schlimme Zeit war zwar in meinen jungen Jahren, aber so ganz geheilt war ich nie. Ich weiß, dass jede Essstörung auch eine seelische Krankheit ist, doch eine Ernährung die sättig, ohne dass man Angst haben muss zuzunehmen, ist Grundvoraussetzung zur Heilung. Ich weiß heute, dass ich sehr sehr sehr empfindlich auf Kohlenhydrate gleich welcher Art mit verstärktem Hunger reagiere. Meine Bulimieattacken sind seit meiner LCHF wesentlich weniger geworden. Meistens hatte ich welche, wenn ich halt mal wieder die Grenzen meiner Kohlenhydratverträglichkeit auslotete. Am besten geht es mir, wenn ich die Kohlenhydrate gleich null fahre, dann kann eigentlich nichts passieren. Aber manchmal schaffe ich das einfach nicht.

Ich betreibe seit einigen Jahren ziemlich regelmäßig 3 – 4 mal die Woche Ausdauersport, joggen, Rad fahren usw. Als ich nun mit LCHF anfing, war nun diese bleierne Müdigkeit. Eine sanfte Radtour kam mir vor wie ein Marathonlauf. Es dauerte so 2 – 3 Monate, bis ich wieder ähnliche Kraft hatte, wie vorher. Meine Ausdauer ist jedoch besser geworden. Früher hatte ich so nach einer halben Stunde joggen oft den “ich kann nicht mehr”-Punkt. Heute läuft’s sich eigentlich erst so nach einer halben Stunde wirklich rund und relativ mühelos.

Was mich sehr erstaunt hat, trotz meiner nur geringen Gewichtsabnahme von 3 kg, trage ich fast zwei Kleidergrößen kleiner.

Meine “Innereien” haben sich nach den Anfangsschwierigkeiten wieder beruhigt. Die Verdauung funktioniert, ich habe keine Blähungen, kein Sodbrennen mehr. Sogar meine Galle ist wieder ruhig. Vor kurzem wurde von mir ein Blutbild bei einer Routinekontrolle erstellt. Mein Cholesterin, meine Blutfettwerte, alle im unteren Bereich.
Kommentar meines Arztes, der nichts von meiner Ernährungsweise weiß:
“Sie essen wohl sehr gesund und fettarm”.

Ich musste innerlich schmunzeln. Ich kann einfach nur sagen, der Knackpunkt von LCHF ist für mich, das tolle Sättigungsgefühl. Satt sein, ohne sich voll zu fühlen.

Ich müsste verrückt sein, wenn ich diese Ernährungsweise wieder aufgeben würde.

Liebe Grüße
Rita
—————————————————————————————————————————————–

K. Eldh, 50+ J. (Februar 2009)

Ich habe noch sieben ”Gewichtskontrollzettel“ von meiner Zeit bei den Weight Watchers übrig. Diese Zettel, in denen man beim regelmäßigen Wiegen sein Gewicht aufschreibt; und seltsamerweise habe ich auf dem letzten Zettel am meisten gewogen. Ich habe dann als sogenannter hoffnungsloser Fall aufgehört, obwohl ich mich stets genau an die Vorgaben von WW gehalten habe.

Da ich klein bin, weiblich und über 50 Jahre alt, durfte ich im Prinzip fast nichts essen und das habe ich auch nicht gemacht. Ich durfte nach deren System 17 „Points“ essen, was ungefähr 1.200 Kalorien entspricht. Oft habe ich mich sogar unter 1.000 Kalorien täglich gehalten. Dazu habe ich mich viel körperlich bewegt, da ich gerne Sport treibe aber das Selbstwertgefühl leidet darunter, wenn man glaubt, dass andere einen wegen dem großen Körperumfang anstarren und belächeln. Nicht nur die Knie leiden, sondern auch die Seele.

Schließlich habe ich kapituliert und nur noch darauf gewartet, dass mein Gewicht über die 100 Kilogrenze steigen sollte. Es hat ja sowieso nichts funktioniert, egal was ich auch versucht habe, um abzunehmen. Weight Watchers war nicht mein einziger Versuch abzunehmen. Ich habe auch andere kalorienbegrenzte Diäten, die Cambridge Kur, Herbalife, Nutrilett etc. ohne jegliches Resultat ausprobiert. Sobald ich eine einzige Portion gegen richtiges Essen austauschte nahm ich die verlorenen Kilos plus einige extra Kilos wieder zu. Mein Körper war auf Sparflamme eingestellt und sobald er etwas mehr an Nahrung bekommen hat wurde diese gleich für die Zukunft in den Fettreserven gespeichert.

Eigentlich konnte diese Geschichte ja nur auf eine Art und Weise enden und „zum Glück“ bekam ich Diabetes Typ 2!

Glück, da mir in diesem Moment klar wurde, dass es nur noch zwei Wege für mich zu gehen gab. Entweder aufgeben und vorzeitig sterben mit geringer Lebensqualität bis es soweit war, oder aber eine andere Lösung dafür zu finden. Ich habe mich für die zweite Alternative entschieden.

Durch den Blog von Annika Dahlqvist habe ich die Lösung gefunden. Eine Art und Weise abzunehmen, die ich bis dahin noch nicht getestet hatte.
Was ist passiert? Ich bin „gesund“ geworden und als Bonus habe ich bis heute 25 Kilo verloren. Ohne Kalorien zu zählen, ohne zu hungern. Möglicherweise mit mehr Kalorien als ich jemals zu mir genommen habe.

Ich hätte nie gedacht, dass ich ohne Brot, Nudeln und Kartoffeln auskommen könnte. Aber was war die Alternative? Da war die Entscheidung nicht mehr so schwer.

Ich liebe das Leben und hoffe, dass ich noch lange davon genießen darf!

—————————————————————————————————————————————– 

B. Westphal, 30 J. (Februar 2009 – nach 2 Wochen mit LCHF)

Ich will einfach mal erzählen was bei mir am Körper passiert.

Zum einen haben mich nun schon ca 7 KG verlassen, also von 101 auf ca 94 KG Und das nach nur 13 Tagen. Ich bin ganz erstaunt denn meine Lust auf Süßes beschränkt sich auf ein Minimum und dann knabbere ich halt mal ne Möhre, esse rote Paprika, kaue einen Kaugummi oder trinke ein kleines Glas Milch.

Es geht dabei wohl auch mehr um den süßen Geschmack den mein Gaumen als genussbetonte Stierfrau ein wenig vermisst. Aber…Gerade rote Paprika gestiftelt mit einem leckeren Ziegenfrischkäse mit Lachs befriedigt diese Lust sehr.

Ich hatte vor LCHF das Problem keinem Gummibärchen widerstehen zu können. Nun liegt Schokolade in meinem Kühlschrank die ich geschenkt bekommen habe und freut sich falls sie mal ein Besucher essen mag. Ich komme entgegen meiner alten Gewohnheit, nämlich ca 20 Kaugummi in der Woche, nun auf etwa 2 Stück. Und die Gummibärchen, die bei mir im Lokal stehen wo ich kellnere, lasse ich links liegen und esse dann lieber mal eine Weißwurst, auch wenn in der die wir haben Dextrose drin ist, dennoch hat sie unter einem g KH pro Wurst, also für mich in Ordnung als schnelle Variante.

Meine Taillie war seit Weihnachten im Urlaub…Sie ist wieder zurück und scheint sich super erholt zu haben ;-) schön schaut es aus. Ich bin schon von Natur aus kein Mensch der super schlank sein möchte, ich mag meine Pölsterchen schon arg gerne aber ein bisschen weniger darf es ruhig sein. Auch meine Beine werden schmaler und meine Winkearme gehen zurück. Und das freut mich am meisten, denn ich stehe auf schöne Arme, weshalb ich auch ein recht heftiges Krafttraining für Rücken und Arme absolviere….

Ich fühle mich fit und habe Energie, auch nach einer kurzen Nacht. Ich schlafe mehr oder minder durch und habe zwar noch immer Darmkrämpfe, aber diese viel viel seltener als vor 2 Wochen noch.

Kurzum… mir tut LCHF wirklich gut Und Dir Nicole bin ich wirklich wahnsinnig dankbar für den Denkanstoß!!! Ach… und es erleichtert mir das Leben, denn wenn ich mal nen Tag wirklich keine Zeit habe dann ernähre ich mich von hart gekochten Eiern, Gemüse, Käse, Majo und der ein oder anderen Wurst für unterwegs…. Sprich auch mal nicht kochen ist durchaus befriedigend!!! Es spart mir gerade wirklich viel Zeit. Und die Dinge die ich am liebsten esse gibt es noch immer, das ist mir gar nicht so aufgefallen, aber ich scheine da ganz einfach strukturiert zu sein… wozu Brot wenn ich
doch Käse habe?

—————————————————————————————————————————————–

Linus G., 32 J. (Dezember 2008)

Durch Zufall bin ich im Frühjahr 2007 auf LCHF gestoßen. Ich hatte bis dahin eine ziemlich verwickelte Reise durch die Irrwege der Ernährungsempfehlungen.

Ich bin damit aufgewachsen, dass es immer hausgemachtes, variationsreiches Essen aus allen Küchen der Welt gab. Beide Eltern waren gute Köche und es gab keine Anzeichen von irgendwelchen, ernährungsbedingten Krankheiten. Ich erinnere mich, dass mein Vater zwar manchmal über Verdauungsbeschwerden oder Sodbrennen geklagt hat, aber das war nichts, was ich im Nachhinein als unnormal verstehen konnte. Mein Frühstück bestand damals meist aus Joghurt (naturell). Dann hat mein Vater nach und nach Alkoholprobleme bekommen und meine Eltern haben angefangen sich sehr oft zu streiten. Diese stressige Situation zuhause hat bei mir zu Ekzemen geführt und ich habe auch dieselbe Neigung zu Sodbrennen wie mein Vater bekommen. Da mein Vater despotische Neigungen hatte, hat er „beschlossen“, dass ich eine Milchallergie hätte. Um des lieben Friedens willen habe ich dann auf alle Milchprodukte verzichtet.

In den Jahren 1998 und 1999 wohnte ich in Norwegen, wo ich mich fast ausschließlich von Fisch und Sauerrahm ernährte. Es gab dort auch kein Brot, das mir geschmeckt hat und daher habe ich damals fast kein Brot gegessen. Eigentlich könnte man sagen, dass ich bereits damals, jedoch unbewusst, mich nach LCHF ernährt habe. Nie zuvor war ich so schlank als in der Zeit, in der ich in Norwegen wohnte!

Im November 1999 bin ich nach Zypern gereist, um an einem achtwöchigen Kurs teilzunehmen. Davon bin ich fetter als jemals zuvor zurück nach Schweden gekommen. Auf Zypern habe ich ziemlich viel Kartoffeln verzehrt und Fruchtsäfte getrunken. Danach begann ich zum Frühstück zuckerfreie Fruchtsuppen zu essen, da ich mir immer noch einbildete gegen Joghurt allergisch zu sein. Um abzunehmen habe ich immer wieder mal diverse Pulverdiäten durchgeführt aber das abgenommene Gewicht habe ich dann auch immer wieder zugenommen. Seit 2000 arbeite ich bei einem Medienbeobachtungsunternehmen. Meine Arbeit erfordert wenig Bewegung und meine Schultern werden stark belastet.

2005 habe ich eine frühere Freundin wieder getroffen und wir wurden ein Paar. Sie ist Vegetarierin und meinte, dass sich meine Gesundheit verbessern würde, wenn auch ich mich vegetarisch ernähren würde. Es war für mich auch kein sonderliches Problem von nun an nur noch vegetarisch zu essen. Wir trainierten einmal wöchentlich, aßen keine Milchprodukte, fast keine Eier und absolut kein Fleisch, Geflügel, Fisch oder andere Meerestiere. Samstags lagen wir aber oft bis zum Nachmittag im Bett und aßen Schoko-Pralinen. Wir waren jedoch beide ein bisschen übergewichtig und meine Freundin klagte oft über ihre schlechte Zähne. Die ganze Situation hat dazu geführt, dass ich mich sozial sehr isoliert gefühlt habe. Meine Freundin meinte, dass wir am besten nicht mit Menschen, die Fleisch essen, umgehen sollten. Kein Fleisch zu essen, um die Tiere zu schützen, ist schon ein gutgemeinter Gedanke, aber die extreme Haltung meiner Freundin konnte ich einfach nie akzeptieren und darum habe ich sie verlassen.

Zu Ostern 2006 war ich also im Begriff ein neues Zuhause zu schaffen. Ich hatte nun weder einen despotischen Vater noch eine fanatische Freundin, die mich in meiner Ernährungswahl beeinflussen konnten. Nach den Pralinen-Orgien mit meiner Freundin war ich ziemlich beleibt gewesen und mir wurde bewusst, dass ich etwas daran ändern musste. Zum Frühstück gab es Haferbrei und ansonsten mittags und abends nur noch Obst. Ich glaubte, dass eine solche Diät im Hinblick auf alle Vitamine und Ballaststoffe vorteilhaft sei. Ich legte aber schnell an Gewicht zu und hatte stets Hunger.

Im Februar 2007 habe ich in einer Abendzeitung von Dr. Annika Dahlqvist gelesen. Sie meinte, es sei nicht die Sahne in den „Fastensemmeln“ (Anm.: schwedisches Hefegebäck, das mit viel Sahne und etwas Mandelmasse gefüllt ist) ist, die schädlich ist, sondern das Mehl. In meinen Augen schien dies eine etwas verdrehte Denkweise zu sein, aber meine Neugier hat mich angetrieben, dies näher zu untersuchen. Mir wurde das Prinzip von Dr. Dahlqvist so gut erklärt, dass ich direkt die Zusammenhänge verstand. So begann ich, Sahne, fetten türkischen Joghurt und fettes Fleisch in Maßen zu essen. Gleichzeitig verwarf ich den Genuss von Obst, Brot, Kartoffeln, Getreide, Mehl, Zucker und Nudeln.

Heute bin ich normalgewichtig und habe keine Ekzeme mehr, obwohl ich viele Milchprodukte esse. Ich habe gar keine Probleme mit Blähungen und kein Sodbrennen, sondern eine sehr regelmäßige Peristaltik.Ich habe seitdem keine Heißhungerattacken gehabt und nunmehr kann ich fast gar keine Süßigkeiten mehr essen, denn ich finde sie viel zu süß (was mir aber auch keinen Kummer bereitet).Außerdem bin ich die Schmerzen in meinen Büromuskeln losgeworden, meine Zähne sind immer glatt und fühlen sich sehr sauber an! Ich esse am Tag drei Mahlzeiten und habe zwischen diesen selten Hunger. Nachdem ich meine Ernährung umstellte, habe ich manchmal versucht, Nahrung mit vielen Kohlenhydraten zu essen, aber es ist nicht so gut gegangen. Wenn ich z.B. Pizza oder Brot esse, bekomme ich nach nur wenigen Stunden schwer heilende Ekzeme und von Kartoffeln bekomme ich sofort Bauchweh.

Einige denken vielleicht jetzt, dass es eine Strafe schlimmer als der Tod sei, nie wieder in Zucker, Brot, Nudeln oder Alkohol schwelgen zu dürfen, aber ich bin selbst vollständig zufrieden, eine Kost gefunden zu haben, die mir langsichtig ein so gutes Wohlbefinden bereitet. Ich bin zudem sehr froh, dass ich so viel Joghurt essen kann, wie ich will.

 —————————————————————————————————————————————–

F. Scuderi, 35 J. (Januar 2009)

Im Februar 2007 bin ich – im Internet – zufällig auf “low carb/high fat” gestoßen.
Zunächst aus spezifischen, gesundheitlichen Gründen (starkes Sodbrennen, veränderte Speiseröhrenschleimhaut, Refluxöso-phagitis/Barrett-Schleimhaut) entschied ich mich, diese mir bis dato fremde und neue Art und Weise der Ernährung auszuprobieren. Wohl auch deshalb, weil ein direkter Zusammenhang zwischen “viele Kohlenhydrate” = “mehr Magensäure” = “verstärktes Sodbrennen” in entsprechender Literatur beschrieben worden war.

Da ich bis dahin viele bis sehr viele (wie eigentlich die meisten von uns) Kohlenhydrate gegessen hatte, war ich gespannt, ob sich nach einiger Zeit Erfolge einstellen würden!? Ferner war es eine große Umstellung, von nun an viel – tierisches – Fett (und das in der heutigen “Fettschreckzeit” !!!) zu essen; auch das war bei mir zuvor kaum bis gar nicht der Fall.

Als Richtschnur galt für mich von nun an (!): ca. 60-70 Gramm Kohlenhydrate, ähnlich viel Gramm Eiweiß und eben: viiiiiiel mehr tierisches Fett/TAG !!! Da hiervon durchaus “leichte” Abweichungen möglich sind … jeder Mensch ist anders konstituiert … WICHTIG !!! siehe dazu vor allem:

Dr. J. Kwasniewski “Optimal Essen”, Dr. W. Lutz “Leben ohne Brot“, Josef Stocker “www.josef-stocker.de” und eben: Nicole Lindborg (www.lchf.de)

Es hat einige Wochen gedauert, doch dann waren die Erfolge nicht mehr zu verkennen:

Zunächst auf die geschädigte Speiseröhre bezogen…
kaum Protonenpumperhemmer mehr, keine Antacida mehr, kein Sodbrennen mehr, verbesserte Befunde (Kontrollmagenspiegelungen) …

Ferner: mein Allgemeinbefinden hat sich nach der Umstellung rasch (!) verbessert.
Heute: sehr viel Kraft und Ausdauer, keine Konzentrationsprobleme mehr, sehr viel ruhiger, sehr wach, keine Erkältungen, Infekte o.ä. seit knapp 2 Jahren (stärkeres Immunsystem!), keine Verdauungsprobleme mehr, nun Normalgewicht, sehr reine Haut, gesunde Nägel, verbessertes logisches Denken.

Ich möchte mich an dieser Stelle – gerade auch bei den oben genannten Personen – sehr dafür bedanken, dass sie sich seit geraumer Zeit mit dieser Kostform, besser: Ernährungsweise beschäftigen und wünsche Ihnen, dass diese – in der heutigen Gesellschaft – in Ihrem Sinne Einzug erlangt.

Mir tut diese Ernährung rundum (!) gut; in Kontroll-Blutuntersuchungen gibt es keinerlei (!) Auffälligkeiten, ganz im Gegenteil: alle Werte (gerade auch die scheinbar so fett-geplagten Cholesterinwerte) liegen im grünen Bereich.

Danke und herzliche Grüße !!!

 —————————————————————————————————————————————–

Y. Wendland, 32 J. (Februar 2009)

Vor knapp einem Jahr bekam ich den Tipp, mal die Homepage von Josef Stocker (www.josef-stocker.de) zu besuchen. Beim Recherchieren auf dieser Seite war ich zunächst überwältigt von dem Wissen, welches dort zusammengetragen war und erstaunt darüber, dass ich über falsche Ernährung und deren Folgen im Grunde sehr wenig wusste, obwohl ich schon viel gelesen hatte. Auf Themen wie Low Carb kam ich bisher nicht, weil ich es für eine Diät hielt und zu den Glücklichen zähle, die kein Übergewicht haben.
Ich las die Bücher „Leben ohne Brot“ von Dr. Wolfgang Lutz und „Syndrom X oder ein Mammut auf den Teller!“ von Nicolai Worm. Mein Mann ebenfalls. Und wir erfuhren, dass LC (oder LCHF) viel mehr als eine Diät ist, ja gar nicht als solche verstanden werden will. Sich ähnlich zu ernähren wie unsere Vorfahren mehrere Millionen Jahren lang ist das Ziel. Weil wir an diese Art der Ernährung eben am besten angepasst sind und nicht an das, was wir heutzutage im Supermarkt finden: fettreduzierte Nahrungsmittel aus billigen Kohlenhydraten, bedenklichen chemischen Zusatzstoffen und Fabrikzucker.
Schnell war klar, dass wir unsere Ernährung auf Low Carb umstellen würden. Das war Anfang Juni 2008. Seither sind 8 Monate vergangen.

Während der Umstellungsphase, die bei Erwachsenen ca. 3-6 Monate dauert, hatte ich gelegentlich Verdauungsprobleme (leichte Verstopfung) und Schwindelgefühle. Mein Mann hatte keine Probleme. Für uns beide waren schon nach wenigen Tagen Völlegefühl, Blähungen und Magendrücken keine Themen mehr. Selbst Bohnen, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch konnten wir ohne „Nebenwirkungen“ genießen. Mit der besseren Verdauung verschwanden auch die Formtiefs nach den Mahlzeiten, vor allem mittags.
Bei 60-70 g Kohlenhydraten pro Tag und 3 leckeren und sättigenden Mahlzeiten verloren mein Mann und ich innerhalb von 8 Wochen 4 kg an Gewicht. Bei mir wäre das nicht nötig gewesen, während mein Mann glücklich über sein neues Gewicht war und vor allem über den „wie durch Zauberhand“ verschwundenen Bauch, den er bisher weder durch Sport, Diät oder Fett sparen wegbekommen hatte.

Der Aufwand für das Kochen ist kaum größer (und auch nicht viel teurer). Er fällt nur deutlich ins Gewicht, wenn man sich bisher hauptsächlich von Fertiggerichten und
Fix für …- Produkten ernährt hat. Das gehörte für uns zum Glück schon lange vor der Entdeckung von LCHF der Vergangenheit an.
Wir lassen jetzt  im Grunde bei allen Gerichten nur die Beilagen weg (Kartoffeln, Knödel, Nudeln, Reis, Brot, Baguette etc.) und binden Soßen mit Sahne oder Butter statt Mehl oder Stärke. Auch Kuchen, Schokolade, Kartoffelchips und ähnliches aus Zucker, Mehl und Stärke meiden wir. Trotzdem würde ich nicht von Verzicht sprechen, sondern lediglich einer Änderung der Gewohnheiten. Wenn man sich mit LCHF beschäftigt, weiß man um die Schädlichkeit oben genannter Nahrungsmittel und hat bald kein Problem mehr damit, diese aus der täglichen Ernährung zu streichen bzw. stark zu reduzieren.

LCHF bedeutet nicht nur einen Zugewinn an Vitalstoffen/Vitaminen sondern auch bessere Esskultur, mehr Genuss, ein angenehmes Sättigungsgefühl nach jeder Mahlzeit und natürlich ein gutes Gewissen beim Essen. Wir kaufen zunehmend Bio-Produkte, um die unwürdige und rein gewinnorientierte Tierhaltung nicht zu sehr zu unterstützen und um bessere Qualität zu bekommen.

Bei der Umstellung auf Low Carb ist es wie mit allem im Leben. Es bringt nicht nur Vorteile. Gelegentlich stößt man auf  Probleme, z.B.  beim Restaurantbesuch oder auf Familienfeiern. Ich lasse mir im Restaurant statt Kartoffeln etc. einfach einen kleinen Salatteller bringen oder die Gemüseportion vergrößern. Das wird meist auch anstandslos und ohne Aufpreis gemacht. Zur Geburtstagsfeier meines Mannes haben wir uns die Freiheit genommen, unseren Gästen nur Essen mit wenig Kohlenhydraten anzubieten. Es waren alle begeistert und wollten die Rezepte haben.

Man sollte sich auch dessen bewusst sein, dass man zum Außenseiter wird, sobald man mit anderen – sich „normal“ Ernährenden – über dieses Thema spricht. Das ist leider immer im Leben der Fall, sobald man nicht mehr mit der breiten Masse schwimmt. Sehr viele Menschen haben einfach Angst davor, Neues auszuprobieren und ihre alten Gewohnheiten aufzugeben.
Deshalb ist genau zu überlegen, wem man von der Umstellung erzählt. Es sei denn, man möchte sich auf endlose Diskussionen – begleitet von Unverständnis und Gegenargumenten – einlassen. Das Dogma „Fett sparen“ hat sich so stark in den Köpfen festgesetzt, dass man meist gegen eine Wand läuft, wenn man mit der Aussage kommt: Je mehr gute Fette, desto besser. Optimal wäre es in jedem Fall, wenn man die eigene Familie von den Vorteilen überzeugen kann und alle mitmachen. So kann man sich gegenseitig motivieren, unterstützen und für Alle das Gleiche kochen, was ja sehr viel praktischer ist.

Für alle, die sich näher mit dem Thema LCHF beschäftigen wollen, bietet Nicole Lindborgs Homepage eine gute Basis. Man findet hier übersichtlich und leicht verständlich alles Wesentliche. Ich finde es toll, dass Nicole einen so guten Beitrag zur Verbreitung dieser gesunden Ernährungsform geleistet hat.
Für noch mehr Details und Tipps empfehle ich z.B. die Bücher von Dr. Wolfgang Lutz, Nicolai Worm und Jan Kwasniewski.

Letztlich muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, welchen der vielen Ernährungswege er gehen möchte und von welchem er glaubt, dass dieser seine Gesundheit verbessert bzw. erhält. Ich habe mit LCHF meinen Weg gefunden und bin sehr glücklich damit.

—————————————————————————————————————————————–

Und dann noch ein paar schöne Beispiele, wie LCHF das Leben verändern kann:

Deon van der Merwe:77 kg in sieben Monaten
 
sowie Ein Brief eines Bloglesers an Annika Dahlqvist

 Hej Annika,
Ich renne offene Türen ein, wenn ich Dir erzähle, dass ich weiß, dass LCHF wirklich funktioniert – aber ich will dennoch meine Geschichte erzählen:
Ich folge Deinen Blog mit sehr großem Interesse und lese zudem alles, was ich zum Thema LCHF finden kann.
Ich bin männlich, geboren 1950, und habe 2005 im Zusammenhang einer ärztlichen Routinenuntersuchung auf der Arbeit die Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen.
Ich bin 1,84 m groß und habe damals mit ca 95 kg einen beachtlichen Teil an Übergewicht mit mir herumgeschleppt.
Außerdem war mein Blutdruck sowie meine Blutfettwerte erhöht und ich hatte Eiweiß im Urin. Ich lebte gefährlich aber ich hatte keinerlei Symptome. Ich bekam also Simvastatin (Anmerkung: Cholesterinsenkende Tabletten) und Enalapril (gegen den Blutdruck und Eiweiß). Ich war besorgt darüber, aber ich hatte ja keine andere Möglichkeit.

Wegen der Diabetes habe ich mich genauso verhalten, wie es mir die Ärzte verordnet hatten. Die Ernährung sowie meinen Lebensstil so weit wie möglich zu verändern. Bzgl. Lebensstil: Ich habe noch nie geraucht und auch sehr wenig Alkohol getrunken aber durch meine sitzende Bürotätigkeit konnte ich nicht gerade mit viel Bewegung glänzen. Daher dachte ich, etwas mehr Bewegung könne sicherlich nicht schaden. Obwohl, wir haben einen kleinen Hund und da ist man ja gezwungen den einen oder anderen Spaziergang zu unternehmen.

Ich habe also direkt aufgehört Gebäck, Chips, Süßigkeiten, Softdrinks etc. zu verzehren. Ich hatte eigentlich noch nie ein größeres Bedürfnis für diese Sachen, daher ist mir das nicht schwer gefallen. Viele Kalorien habe ich aber dadurch nicht eingespart. Ich aß und trank ansonsten nur Sachen, die mir in den Diabetesschulungen empfohlen wurden, wie z.B. Haferbrei (Anmerkung: das ist in Schweden ein Standardfrühstück, das ein Großteil der Bevölkerung täglich zu sich nimmt), grobes, ballaststoffreiches Brot, fettarme Margarine, Kartoffeln, Reis, Gemüse, Obst etc. Ich trank auch fettarme Milch und Obstsäfte (ich dachte leider nicht daran, dass diese zur Gruppe „süße Getränke“ zählte) und ansonsten habe ich immer darauf geachtet, kein fettes Essen zu essen. In seltenen Fällen gab es mal ein Bier.

Kurzum, ich habe mich streng an die Empfehlungen gehalten aber es hat nichts genützt. Nach einer Weile hat mir der Arzt Metformin verordnet. Anfangs täglich eine, später zwei und letztendlich eine morgens, mittags und abends. Während dieser Zeit hat sich mein Blutzucker nicht viel verbessert aber die Statine haben anscheinend gewirkt, denn meine Blutfettwerte haben sich verbessert. Die Medikamente hatten jedoch einen unschönen Preis: Ich bekam immer öfter richtig unbehagliche, unerklärliche Krämpfe im Zwerchfell. Im Beipackzettel von Simvastatin stand, dass man in gewissen Fällen Muskelprobleme notiert hatte. Daraufhin habe ich direkt aufgehört diese Medizin zu nehmen. Die Probleme verschwanden umgehend.

Als ich dann im Beipackzettel von Enalapril gelesen hatte, dass es u.a. Husten verursachen kann, fand ich endlich auch eine Erklärung für die unzähligen Trockenhustenattacken, die mich seit einiger Zeit plagten. Ich hörte also auch damit auf, das Eiweiß im Urin war ja weg und ich hoffte, dass dies auch so bleiben würde. Mein Husten verschwand.

So sah meine Situation aus bis Mitte Oktober letzten Jahres. Mein Vater lag zu diesem Zeitpunkt seit fast einem Jahr im Krankenhaus. Er litt auch an Diabetes Typ 2 und musste sich seit vielen Jahren Insulin spritzen. Der Grund für seinen Krankenhausaufenthalt war eine infizierte Wunde am Bein. Diese Infektion hat ihn völlig „ausgeschlagen“. Sein Immunsystem war natürlich geschwächt. Er bekam Nierenprobleme und somit war er zur Dialyse gezwungen. Er wurde nicht wieder richtig gesund, obwohl sich die Nierenfunktion verbesserte. Er wurde schwächer und schwächer und es war bald ein Faktum, dass sich seine Demenz rasch verstärkt hatte. Langsam gab er auf; verlor seine Lebenslust. Anfang November starb er.
Er nahm auch seit geraumer Zeit Statine und wollte damit aufhören, denn er war davon überzeugt, dass seine Muskelschwäche damit zusammenhing. Die Ärzte gaben ihm widersprüchliche Ratschläge diesbezüglich. Einige sagten, dass er damit aufhören solle während andere meinten, er solle sie weiter nehmen. Der Grund war ein Herzinfarkt vor über 20 Jahren.

Von nun an bekam mein Leben eine Wendung. Auf der Arbeit meiner Frau war eine Diabetikern die durch eine Ernährungsumstellung vermieden hat Insulin zu nehmen, womit sie ansonsten hätte anfangen müssen.

Mein Bruder gab mir einen Auszug aus Deinem Buch (Anmerkung: in Schweden duzen sich alle), das er von der Bibliothek geliehen hatte. Ich verstand, dass Du den Kohlenhydraten die Schuld gabst, vor allem für Diabetes. Ich fing also umgehend an, nach Deinen Empfehlungen zu essen. Ich hielt mich sehr streng daran. Nichts zu verlieren, alles zu gewinnen, dachte ich. Ich habe langsam aufgehört Metformin und stattdessen Fischölkapseln und Vitamin B Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.

Jetzt wollte ich mehr darüber wissen, auf was ich mich da eingelassen habe. Ich machte dies ja ohne vorher einen ärztlichen Rat einzuholen oder mit meiner Ernährungsberaterin zu sprechen. Ich verstand ja, was mit meinem Vater geschah ohne es eigentlich damals zu verstanden zu haben. Ich dachte, ich muss jetzt Verantwortung für mein eigenes Leben übernehmen.
Jetzt wollte ich mir eine eigene Meinung bilden und mehr über das Thema lernen. Seit über 30 Jahren arbeitete ich in der Computerbranche und es fällt mir daher sehr leicht mich in neue Sachen einzusetzen. So war es schon immer in meinem Beruf gewesen. Jetzt galt diese neue Sache einer Herausforderung mit meinem Leben als Einsatz. Ich fühlte mich sehr motiviert.

Bereits nach kurzer Zeit konnte ich Verbesserungen meiner Blutzuckerwerte sowie eine Gewichtsabnahme verzeichnen. Ich habe daraufhin meine Diabeteskrankenschwester kontaktiert und obwohl sie sich an Ihre Bestimmungen halten muss und nicht aktiv zu LCHF raten darf, konnte sie mir Verständnis für meine neue Ernährungsweise entgegenbringen. Sie bat mich meinen Blutzucker regelmäßig zu messen was ich auch tat. Nach einer Weile konnte ich in Zahlen und Diagrammen meinen Blutzucker zu verschiedenen Tageszeiten, Gewichtsabnahme und Taillenumfang aufzeigen.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen fing ich jetzt an an LCHF zu glauben und wollte nun versuchen, die Ursachen und Wirkungen zu verstehen. Das Internet ist voll von wertvollen Informationen.
Ich kaufte die Bücher “Doktor Dahlqvists guide till bättre Hälsa och viktkontroll” (Dr, Dahlqvists Guide für verbesserte Gesundheit und Gewichtskontrolle), Lars Litsfeldts Buch „Ät fet mat“ (Iss fettes Essen), Uffe Ravsnkovs Buch „Fett och kolesterol är hälsosamt“ (Fett und Cholesterin sind gesund). Der Titel ist provozierend für Zweifler aber ich verstehe jetzt ganz genau was er meint. Auch Gary Taubes Buch “Good Calories, Bad Calories” (Gute Kalorien, Schlechte Kalorien) gehört zu meiner Buchsammlung. Sowie das Buch von Johan Frostegård “Nästan allt om människan” (fast alles über den Menschen).
Dein Buch, sowie das von Litsfeldt sind die zwei Bücher die am einfachsten zu lesen und zu verstehen waren aber den größten Eindruck haben die Bücher von Taubes und Ravnskov auf mich gemacht. Nachdem ich Taubes Buch gelesen hatte (es dauerte drei Wochen!) glaube ich zu verstehen, dass es fast schon wie die „Bibel“ ist. Hier konnte ich wirklich das Meiste zum Thema finden, was in den anderen Büchern erwähnt wurde – und noch viel mehr.

Ich bin jetzt der Meinung zu verstehen, wie alles bezüglich des Metabolen Syndroms zusammenhängt. Die Rolle der Kohlenhydrate, deren Umwandlung zu Glukose, die Rolle des Insulins einerseits als „Lebensretter“ sowie andererseits als Ursache der Fettspeicherung im Gewebe. Ich habe verstanden, dass gesättigte, tierische Fette nicht automatisch zu erhöhten Cholesterinwerten führt. Ich glaube auch an die Hypothese, dass das Cholesterin eine wesentliche Funktion hat betreffend des Immunsystems, wie auch Vitamin D und dass ein erhöhtes Cholesterinniveau nicht selbstverständlich mit Statinen gesenkt werden soll. Was ja ansonsten, außer körperlicher Bewegung der einzige Weg ist, dies zu erreichen.
Vielleicht ist es ja genauso verrückt den Cholesterinspiegel um jeden Preis zu senken, wenn dieser über einem Grenzwert liegt (den irgend jemand festgelegt hat) als wenn man versucht einen Brand zu löschen indem man die Feuerwehrmänner erschießt?
Es erscheint auch logisch, dass ein erhöhtes Insulinniveau im Gehirn verhindert, dass das Enzym IDE die Verkalkungen reinigt und dies somit zu Demenz führen kann.

Ich verstehe, dass das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Hormonen im Körper unerhört kompliziert ist und trotz vieler tüchtiger Forscher noch nicht ganz aufgeklärt ist. Es gibt sicherlich noch viele Überraschungen. Das Thema ist sehr spannend.

Bei dem Besuch bei meiner Diabeteskrankenschwester am 25. November hatte ich 6,0 im Langzeitzucker. Am 10. Februar lag dieser bei 5,8
Am 10. März wurden meine jährlichen Proben beim Arztbesuch genommen. Zum ersten Mal nach meiner Ernährungsumstellung sollte ich jetzt meine Blutwerte bzgl. des Cholesterins erfahren. Gestern, am 13. März bekam ich die Ergebnisse. Mein Langzeitzucker ist jetzt 5,6; ich habe kein Eiweiß mehr im Urin und ich wiege 86 kg. So sehen meine Blutwerte aus. In der Klammer stehen die Werte vom 21. Nov. 07:
Gesamtcholesterin 6,1 (4,5)
Triglyceride 0,86 (2,0)
HDL 1,5 (1,2)
LDL 4,2 (2,3).

Eine weitere Sache, die mich beschäftigte ist die Situation für eine meiner Töchter. Sie hat die Diagnose PCO. Sie hat schon immer sehr unregelmäßige Monatsblutungen gehabt. Um schwanger werden zu können wurde sie mit Metformin behandelt. Sie wurde schwanger und hat jetzt ein Kind. Nach der Schwangerschaft kamen die Probleme mit der unregelmäßigen, bzw. ausbleibenden Menstruation zurück. Sie hatte auch etwas Übergewicht. Ermutigt von meiner Ernährungsumstellung sowie der Tatsache, dass sie selbst auch im Gefahrenbereich liegt auch an Diabetes zu erkranken, fing sie auch an sich nach LCHF zu ernähren. Sie hat abgenommen und ihre Menstruation ist wieder regelmäßig. Sie ist überglücklich darüber.

Annika, ich möchte mich bei Dir bedanken, dass mein neues Leben solch eine Wende genommen hat. Natürlich freue ich mich auf für meine Tochter.

Alle Ehre für Dich und Deinen Mut gegen das so genannte Etablissement zu kämpfen!

Mit freundlichen Grüßen CK
(aus dem Schwedischen entnommen und übersetzt von http://blogg.passagen.se/dahlqvistannika/entry/ett_mail2)