Spikes LCHF

Christian und einen Teil seiner Entwicklung finden Sie unter den Erfolgsgeschichten. An dieser Stelle geht es nur darum, wie Spikes LCHF aussieht - Teil 2 aus einem Text, der ursprünglich auf Suddas LCHF-Blog veröffentlicht wurde und "Spike sei Dank" nun auch hier zu finden ist. Wieder eine höchst eigene Version ein und derselben Ernährungsweise - notiert in Interviewform. 

Seit wann isst du LCHF?
Irgendwas zwischen dem 01.12.2013 und Ende 2013

Beschreib mir dein LCHF bzw. was denkst du über…
... Zuckerersatzstoffe – inkl. Erythrit und Stevia

ICH GESTEHE. ICH BIN SCHLECHT! Auf den Poden mit dem Purschen. Errichtet den LCHF-Scheiterhaufen.

Ja, ich nehme Zuckerersatzstoffe. Vornehmlich Light-Getränke. Ich hab's ohne probiert, aber beim Essen kriege ich kein Wasser runter. Also bin ich wieder bei Cola light etc. gelandet, auch wenn ich es mittlerweile mit Wasser mische, weil es mir sonst zu süß ist. Und nein, ich bekomme KEINEN Hunger davon.

... Ausnahmen

Hallo liebe Leser, wer es bis hier hin geschafft hat, hier kommt der für mich wichtige Teil meines Abnehm-Erfolges. Und wer glaubt, dass ich Larifari-LCHFler und Cola light-Trinker jetzt die Absolution für "Refeed", Experimente oder wie auch immer wir es nennen wollen, erteile, der, ja, der hat PECH.

Der Grundstein meines (unseres) Erfolges ist eine (fast) eiserne Disziplin. Wir haben in dem ganzen Jahr, dass wir dabei sind, nicht einmal Nudeln, Brot, (Weizen)-Pizza oder ähnliches gegessen. Klar hatten wir auch kritische Momente, wo mal der eine, mal die andere schwach werden wollte, aber das ist das Schöne, wenn man es zu zweit macht.

Tja, tut mir leid, wenn jetzt der/die geneigte Leser/in enttäuscht ist, aber that’s life. Ohne Arme keine Kekse. Einen Tod musst du sterben.

Ich möchte das in aller Deutlichkeit so sagen, auch wenn ich jetzt noch was zu „Ausnahmen“ schreibe - denn die gibt es. Ich war vor LCHF leidenschaftlicher Biertrinker. (Dummerweise bin ich das immer noch) Und wir hatten eine tolle WM im Sommer 2014, Rudelgucken mit den Jungs (ja, da habe ich mir mal ein Bier gegönnt. Die Betonung liegt auf MAL.) Oder auf unserer Schiffsreise: Meine Frau und ich haben tatsächlich MAL Kuchen vom vorzüglichen Buffet probiert – bedeutet gemeinsam ein halbes Stückchen. Oder wir haben EINEN Cocktail auf der ganzen Reise getrunken. Also Ausnahmen, im Sinne von „sich mal was gönnen“, aber keine regelmäßigen Experimente.

Zählst du? - Kalorien, Kohlenhydrate, Eiweiß oder sonstiges? Führst du ein Ernährungstagebuch? Planst du dein Essen als Tagesplan im Voraus?

Nein, tue ich nicht. Gar nix. Warum? Weil ich keinen Bock habe… Der Flyer ist doch eindeutig, was soll ich da noch zählen? 😉

Dasselbe gilt für ein Ernährungstagbuch. Ich will leben, essen, und nicht mich selbst mit Statistiken quälen. Und Tagespläne? Nein, wieso sollte ich mich beschränken?

Wenn wir abends nach dem Sport keinen Bock haben zu kochen, wird halt mal der Salat vom Lieblingsitaliener geholt, oder der Dönerteller, natürlich ohne Brot oder Pommes. Zumal, und hier noch ein riesengroßes Kompliment an DBFVA, sie sich die Hauptgedanken macht. Übrigens, meine Umwelt ist immer wieder überrascht, wie viel ich esse. Sie wundern sich dann immer, dass ich trotzdem abnehme. 🙂

Bist du ein strikter LCHFler? Wo liegt deine persönliche Kohlenhydratgrenze? Hältst du dich 100%ig an den Flyer? Wie häufig isst du Dinge, die eher „maßvoll“ gewählt werden sollten?

Ich behaupte schon, dass ich strikt bin. Meine Grenze liegt bei 30g pro Tag. Das erzähle ich jedem, der es hören will oder auch nicht: „Ein Apfel? Der hat 15 g KH und damit die Hälfte meiner Tagesdosis. Den esse ich doch nicht“. Aber, ich habe es NIE nachgerechnet.

Nochmal, ich halte mich an den Flyer. Und packe die Milchprodukte auf die linke Seite der erlaubten Lebensmittel. Die „maßvollen Produkte“ nehme ich auch. Statt Chips wie früher jetzt halt eine Handvoll Nüsse. Oder aber jetzt, wo ich meinem Endziel bis auf 1 kg nahegekommen bin, auch schon mal Obst, gerne auch vor dem Sport.

(Mein Tipp: Obstsalat ist übrigens eine tolle Sache, wenn man zum Kuchen geladen wird und der besorgte Gastgeber fragt, was ich denn essen würde. Obstsalat mit Sahne. LECKER!)

Qualität der Lebensmittel – wichtig oder weniger wichtig?
Brennt der Cola-Light-Scheiterhaufen noch? Ich gehe freiwillig noch mal drauf…

Neee, hat sich eigentlich nicht viel verändert im Gegensatz zu früher. Wir gehen nach wie vor an die Frischetheke im Supermarkt, holen das Gemüse auch schon mal beim Discounter. Regionale Biometzger oder –bauern suchen wir jetzt seit LCHF/Paleo nicht aktiv.

Sport oder nicht Sport? Wenn ja, wie oft und was? Warst du schon immer sportlich aktiv oder hat sich das erst parallel zu LCHF entwickelt?
Yeah! Spike rocks - hier und hier und hier bei Outdoorgym!

Ich hatte früher mit Sport nie viel am Hut, bin immer gerne spazieren gegangen - das war es aber auch schon. Mein Frau fing mit Sport (wie bereits erwähnt) an, während ich froh war, dass ich eine Ausrede in meinem Sohn fand. Nur: Der Lütte ist 12 und eigentlich froh, wenn er mal alleine zu Hause ist!

So kam es, wie es kommen musste, und meine Frau sagte: „Outdoorgym wäre auch was für dich“. Zur Erklärung für die, die es nicht kennen: Outdoorgym ist Zirkeltraining in der freien Natur bzw. eine Kombination aus Lauf- und Krafttraining.

Und so fing ich Anfang Mai 2014 (ich hatte zu dem Zeitpunkt gerade den UHU gefangen und gut 25 kg abgenommen) mit Sport an. Anfangs machte ich das normale Krafttraining, relativ bald fing ich aber auch mit dem Joggen an. Zuerst schaffte ich nur 300 m am Stück, aber schon sehr bald steigerte ich mich. Soweit, dass ich vor 1 Woche meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin. Und den übrigens mit meinem Sahnekaffee am Morgen und ein paar Weintrauben als Energieträger.

Mittlerweile mache ich je zweimal pro Woche Krafttraining und Ausdauer. Wer mir das vor einem Jahr erzählt hätte, den hätte ich einweisen lassen. Und es macht Spaß!

Waage – total fixiert oder Nichtwieger? Lieber Maßband?

Die Ische und ich - Ich glaube jeder, der deinen Blog liest, kennt das: Die Hassliebe zur eigenen Waage.

Anfangs waren wir ein Herz und eine Seele, jede Woche betörte sie mich mit neuen, schönen Zahlen und wir waren glücklich. Aber im Laufe der Zeit wurde sie zickig, und es kam, dass sie oft sagte: „Ätsch, diese Woche war das nix!“ Ja, das war frustrierend. Da aber meine Gürtel dann oft eine andere Sprache sprachen, habe ich angefangen, die Ische mit Missachtung zu strafen. So kam es, dass sie wochenlang nicht mehr angesehen wurde. Auch heute noch benutze ich sie eher sporadisch, immer dann, wenn ich an der Hose oder am Gürtel das Gefühl habe, sie könne mir gnädig gestimmt sein. Müßig zu erwähnen, dass sie das trotzdem oft anders sieht.

Übrigens: Ich habe für mich festgelegt, dass, wenn ich nach meiner Abnahme gefragt werde, immer den niedrigsten Wert angebe, den Ische mir zugebilligt hat und den auch nur für mich notiere. 😉