Zutatenliste – was ist drin?

Was war es doch früher noch einfach...

Wollte Uroma etwas Leckeres kochen, nahm Sie sich ihr Kochbuch und verwendete Zutaten wie "2 Eier", "1/2 EL Gänseschmalz" oder "3 Stangen Lauch". Die Zutaten waren einfach: Lauch ist Lauch, Ei ist Ei und den Gänseschmalz hatte sie praktischerweise beim Braten der letzten Weihnachtsgans aufgefangen, verschlossen und kühl bis zum Verbrauch verwahrt. An den Zutaten gab es nichts zu rütteln, das waren in erster Linie "Rohwaren".

Aber wenn wir heutzutage unsere Zutaten aus den Regalen der Supermarkte ziehen, in perfekt marketingtechnisch für das Produkt designter Verpackung, erwartet uns leider in der Regel deutlich mehr als die reinen Rohwaren. Wie soll man denn da noch den Überblick bewahren? Was ist gesund, was ist schädlich? Was sind das für Inhaltsstoffe in meinem Essen?

© WavebreakmediaMicro - www.fotolia.com

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Was sagt der Gesetzgeber?

Der Hersteller ist laut Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung verpflichtet, auf den Produkten genaue Angaben über die Inhaltsstoffe zu machen, sofern es sich um Lebensmittel handelt, die in einer Fertigpackung an den Enderbraucher weitergegeben werden, wobei Fertigpackungen Packungen sind, die in Abwesenheit des Verbrauchers gefüllt und verschlossen werden, und Endverbraucher alle Haushalte, inklusive Gaststätten und Einrichtung zur Gemeinschaftsverpflegung.

Besonderheiten

  • Besteht die Packung nur aus einer Zutat, so ist die Zutatenliste entbehrlich, denn der Inhalt geht aus der Bezeichnung des Lebensmittels hervor.
  • Jede Zutat, die in der Zutatenliste aufgeführt ist, muss auch in der Verpackung sein

Basierend auf der aktuellen Gesetzgebung gelten folgende Vorschriften:

  • Alle in einem Lebensmittelerzeugnis enthaltenen Zutaten, inklusive Wasser, müssen aufgelistet sein  - und zwar in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils im Produkt (je mehr davon enthalten ist, desto weiter steht die Zutat vorne in der Liste)
  • Jeder Bestandteil eines Zutatengemischs muss ebenfalls aufgelistet werden, außer er liegt unterhalb eines festgelegten Grenzwerts und es handelt sich dabei nicht um einen sogenannten Allergieauslöser.
  • Darüber hinaus gibt es eine Liste von 12 potenziell allergieauslösenden Inhaltsstoffen, die immer klar gekennzeichnet werden müssen.
  • Nicht zuletzt gibt es besondere Regeln für die Kennzeichnung von Zusatzstoffen, Süß- bzw. Zuckerersatzstoffen, Aromastoffen sowie Lebensmittelinhaltsstoffen von genetisch modifizierten Organismen.
  • Auch bestrahlte Zutaten müssen entsprechend gekennzeichnet werden.
  • Die Menge der enthaltenen Haupt- oder kennzeichnenden Zutaten muss gewöhnlich in Prozent angegeben werden. Das sind Inhaltsstoffe (oder die Klasse der Inhaltsstoffe), deren Bezeichnung bereits im Namen des Produktes erscheint oder womit man das Lebensmittel gewöhnlich in Verbindung bringt oder die auf dem Etikett besonders beworben werden (sei es durch einen Schriftzug oder ein Bild).

Soviel zu den Vorschriften der Kennzeichnung. Das klingt logisch, aber wenn man die Zutatenliste liest, verstehen nur die wenigsten, was sich hinter diesen speziellen Ausdrücken und auch den Kurzbezeichnungen (z.B. E-Nummern) wirklich verbirgt.

Was wimmelt da in der Zutatenliste herum?

Nachfolgend werden einzelne Stoffe ein wenig näher erläutert, inklusive deren eventuelle Wirkung auf unsere Gesundheit. Die Liste befindet sich noch im Aufbau und wird nach und nach ergänzt.

Pflanzliche Öle/Fette:

Enthalten nicht selten verschiedene Chemikalien als Rückstände aus der Herstellung. Darüber hinaus ist der Omega-6-Gehalt in den meisten Standard-Ölsorten viel zu hoch. Unsere Nahrung enthält i.d.R. ein schlechtes, ungesundes Gleichgewicht von zu viel Omega-6 und viel zu wenig Omega-3. Dies führt u.a. zu diversen Entzündungsherden im Körper.

Emulgatoren, gehärtetes pflanzliches Öl:

Gehärtetes Fett ist bereits in mehreren Ländern verboten bzw. ist die Höchstmenge, die verwendet werden darf, reguliert. Gehärtetes Fett enthält Transfette, behandeltes Fett, das keinem natürlichen Fett mehr gleicht, aber von unserem Körper leider dennoch wie „natürliches“ verarbeitet wird, woraus unterschiedliche Krankheiten resultieren können.

E-200  - Sorbinsäure:

Ein Konservierungsmittel, das im Verdacht steht, Krebs, Leberschäden, schwere allergische Reaktionen sowie Schleimbildung und Atembeschwerden verursachen zu können. Darüber hinaus beeinflusst dieser Stoff Nitrite und Nitrate (E-249 – E-252) und bildet zusammen mit diesen Stoffen mutierte, chemische Verbindungen, die laut einigen Forschern dauerhafte, erbliche Gesundheitsschäden verursachen können.

E-202 - Kaliumsorbat:
Ein Konservierungsstoff, der im Verdacht steht schwere allergische Reaktionen, Leberschäden, Schleimbildung sowie Atembeschwerden verursachen zu können.
E-250 - Konservierungsstoff:

Einer der häufigsten Konservierungsstoffe in Fleisch- und Wurstwaren. Wird zu denen der bedenklichsten Mittel gezählt. Neben schweren, allergischen Reaktionen steht es im Verdacht, Krebs, Vergiftungen, Schäden am Fötus, Tumore, genetische Schäden und Blutkrankheiten zu verursachen.

E-322 Emulgator - Sojalecithin:

Da bei der Gewinnung von Lecithin aus der Sojabohne Extraktionsbenzin Hexan verwendet wird, ist Sojalecithin ein höchst bedenklicher Inhaltsstoff. Hexan steht im Verdacht, extrem krebsfördernd zu sein. Daher sollte man auch mit Margarinen und anderen Lebensmittel, die Sojalecithin enthalten, vorsichtig sein. Stichproben von diversen populären Margarinemarken haben einen relativ hohen Gehalt an Hexan aufgezeigt.

E-325 - Antioxidationsmittel:
Ein Salz der Milchsäure, das in natürlicher Form im menschlichen Verdauungssystem vorkommt. Steht im Verdacht in zu hoher Dosierung Leberschäden bei Säuglingen und Kleinkindern verursachen zu können. Erwachsene scheinen dagegen damit keine Probleme zu haben.
E-412 - Verdickungsmittel Guarkernmehl:

Wird häufig in Speiseeis verwendet. Steht im Verdacht Darmstörungen und verspätetes Wachstum zu verursachen.

E-450 - Stabilisatoren:

Wird aus Phosphorsäure hergestellt und steht im Verdacht Nierenschäden, Störungen der Verdauungsenzyme sowie in Einzelfällen Darmstörungen zu verursachen.

E-621 bis E-625 - Geschmacksverstärker:

Dazu gibt ein hier einen eigenen Artikel!

E-1422 - Acetyliertes Distärkeadipat - chemisch modifizierte Maisstärke:

Dabei handelt es sich um einen eigentlich natürlichen Rohstoff, der in ein chemisches Endprodukt umgewandelt wird. Steht im Verdacht Blinddarmvergrößerung, erhöhte Cholesterinwerte und Veränderungen in den Lungen zu verursachen. Manchmal wird bei der Herstellung ebenfalls das Extraktionsbenzin Hexan verwendet, was wiederum das Krebsrisiko steigert.

Kann man da noch "Guten Appetit" wünschen?

Annika Rask (die Autorin), Sudda (die Bloggerin), Annika Brettfeld-Rask (die Betreiberin dieser Seite) - alles ich.

Seit 2009 lebe ich LCHF. Zunächst "nur" als Ernährung, nach und nach wurde es immer mehr zu einer wesentlichen Facette meines Lebens. Auf diese Weise gelang es mir über 45 kg abzunehmen, meinen persönlichen Weg von der Couchkartoffel zur leidenschaftlichen Sporttrainerin zu finden, ein Buch über meine Erfahrungen mit LCHF zu veröffentlichen und mich schlussendlich auf selbständige Füße zu stellen.

Seit 2015 bin ich stolze Besitzerin dieser Webseite, wofür ich ihrer Begründerin Nicole Wirth unendlich dankbar bin.

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