Lugolsche Lösung (Jod)

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LucyOne
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Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon LucyOne » 14. Oktober 2015, 11:25

Hat hier jemand Erfahrung mit Lugolscher Lösung?
Nachdem ich Bruce Fifes "Keto-Prinzip" gelesen habe, würde ich gern meine Jodaufnahme mit dieser Lösung sicherstellen. Ich habe eine leichte SD-UF und nehme L-Thyroxin 50 mcg mit 150 mcg Jod. Mein Salzkonsum hat sich durch LCHF auch ziemlich reduziert. Mein Hausarzt und meine Apothekerin wussten beide nichts von dieser Jod-Lösung.

wmues
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon wmues » 14. Oktober 2015, 12:27

Ja, ich.

Wenn Du Hashimoto hast: Finger weg von Jod.

Ohne Hashimoto kann man versuchen, mit Hilfe von Jod und (wichtig!) Selen die Schilddrüse zu mehr Arbeit zu überreden, mit dem Ziel, in Zukunft ohne Medikamente auszukommen. Bei den meisten sind dabei Jodgaben im Bereich 5-30mg/Tag nötig, über einen Zeitraum von ca. 1 Monat, mit gleichzeitiger Gabe von Selen (ca 400-800ug/Tag).

Google mal nach edubily und lugol, da wirst Du fündig. Allerdings muss man ganz deutlich sagen, dass längst nicht alle Erfolg mit dieser Methode haben und dass jeder für das, was er tut, auch selber verantwortlich ist. You have been warned!

LG
Wolfgang

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LucyOne
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon LucyOne » 14. Oktober 2015, 13:09

Danke für die Tipps.

Hashimoto habe ich nicht.
Für Selen esse ich jeden Tag eine Paranuss. Wie ist denn die normale empfohlene Tagesdosis an Selen?

Hast du auch einen Tipp, wo man Lugolsche Lösung günstig und zuverlässig bestellen kann?

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Kathi
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon Kathi » 14. Oktober 2015, 13:58

Was kann die Lösung, was frischer Fisch nicht kann? :-?
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon LucyOne » 14. Oktober 2015, 14:00

Ich will nicht so viel Meeresfisch essen, zum einen wegen der Überfischung, zum anderen wegen der enthaltenen Schadstoffe.

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sola
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon sola » 14. Oktober 2015, 14:19

@Kathi: so eine hohe Dosis wie mit der Lugolschen Lösung bekommt man mit natürlichen Lebensmitteln nicht hin.
Ich sehe diesen Jod-Hype allerdings eher kritisch und würde ohne Überprüfung des Jodstatus keine Experimente wagen.
IdR ist jemand, der in Deutschland Fleisch und Milchprodukte konsumiert, wegen der Jodierung des Tierfutters eher über- als unterversorgt.

Desweiteren ist eine Hashimoto-Nicht-Diagnose auch nicht immer sicher. Leider wird oft genug gemeint, keine Antikörper (und dann wird häufig nur ein AK-Typ untersucht) = kein Hashimoto.

LG
Sola
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wmues
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon wmues » 14. Oktober 2015, 15:12

Wenn Du mit lugoscher Lösung arbeitest, dann sind in einem Tropfen in der Regel 5mg Jod/Jodid.
D.h. wir sprechen hier nicht von einer Versorgung im Bereich "normaler" Pegel, sondern dies ist eine Hochdosis-Therapie.
Deine Schilddrüse bekommt einen ordentlichen "Tritt in den Hintern".
Damit das ohne schädliche Folgen abläuft, ist es wichtig, dass alle für die Herstellung der Schilddrüsenhormone nötigen Substanzen in ausreichend großen Mengen verfügbar sind. Selen ist das wichtigste.
So etwas macht man kontrolliert für eine bestimmte Zeit (4 Wochen), und dann setzt man es ab. Und vorher macht man sich schlau, wie der Körper auf so hohe Jodgaben reagiert.

Vorher und hinterher zum Arzt zu rennen und die Werte messen lassen ist auch keine schlechte Idee... wobei unmittelbar nach Ende der Jodgabe in der Regel die Hormonproduktion erst einmal vermindert ist.

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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon Kathi » 15. Oktober 2015, 07:21

Nur aus eigener Erfahrung:
Dinge, die künstlich mit Jod versetzt wurden, habe ich mit meinem Hashi gar nicht vertragen.
Allerdings kann ich jeden Tag zu jeder Mahlzeit Fisch und Meeresfrüchte (im Nordseeurlaub getestet) essen und es geht mir wunderbar.
Also scheint zumindest für mich der natürliche Jodgehalt und die natürliche Zusammensetzung der bessere Weg zu sein.
Warum soll eigentlich immer "viel" von irgendwas auch "viel" gut sein?!
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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon LucyOne » 15. Oktober 2015, 18:07

Danke für eure Tipps. Ich werde mich in das Thema noch weiter einlesen, bevor ich den Selbstversuch wage.

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Re: Lugolsche Lösung (Jod)

Beitragvon sarikirsch » 28. Oktober 2015, 11:45

ich nehme seit zwei Wochen LL= 50mg zu mir! Ich hatte allerdings vorher einen Jodtest, bei dem ein Jodmangel ++ heraus kam. Ich habe eine Zyste im Leistenbereich, die ist tatsächlich schon kleiner geworden und eine Struma nodosa. Ich fühle mich schon besser, friere nicht mehr so schnell und so sehr. Fühle mich leicht fitter.
Mehr kann ich noch nicht dazu sagen. Ich würde aber jedem empfehlen, das (Test und Dosierung) zusammen mit einem fähigen Therapeuten durchzuführen und nie alleine rumwerkeln.


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