Frau Yubabas LCHF-Tellerspione KW 01 – 2018

Die LCHFTellerspione KW 01 – 2018 begrüßen das neue Jahr!

Ich weiß nicht, wie es bei euch aussah, aber die zurückliegenden Feiertage inklusive Resteverwertung und „Ach, ist doch grad so lecker, ab Januar gehts wieder los!“-Grundstimmung waren üppig.

Ziemlich üppig.
Und so langsam macht sich in mir der Wunsch breit, zurück zu einfacher, schneller LCHF-Küche zu wechseln.

 

Meine erste Überlegung war, für die kommende Woche in etwa so einen Plan aufzustellen:

Samstag: Salat + Fleisch
Sonntag: Salat + Fleisch
Montag: Salat + Fleisch
Dienstag: Salat + Fleisch
Mittwoch: Salat + Fleisch
Donnerstag: Salat + Fleisch
Freitag: Salat + Fisch

 

Aber ich glaube, dann wärt ihr etwas enttäuscht, was? ;)
Trotzdem werde ich in dieser Woche eher den Fokus auf simple Gerichte legen, denn opulent gab es in letzter Zeit genug, näch?

 

Samstag: Bunter Salat mit Hähnchenbrust
Sonntag: Gulaschsuppe aus dem Slow Cooker
Montag: Schnitzel mit Ofengemüse
Dienstag: Asiatische Gemüsepfanne mit Rindfleischstreifen
Mittwoch: Brokkolicremesuppe
Donnerstag: Zucchininudeln mit Bolognese
Freitag: Thunfischfrikadellen mit Gurkensalat

Knackige Zeiten

Ja, also, die ganze Woche Salat + Fleisch wäre öde gewesen, klar.
Aber zumindest an einem Tag möchte ich meinem Wunsch nachkommen und so gibt es heute Salat mit Hähnchenbrustfilet.
Wie öde? So ein trockenes Hähnchen auf dem ollen Salat?
Nein, sage ich, nein, das muss nicht öde sein!

Wie ihr wisst, bin ich Miss Internetgestöber 3000 und gerade Rezeptseiten haben es mir angetan.
Und da bin ich mal wieder über etwas gestolpert, dass mich aufhorchen ließ.
Auf amerikanischen Seiten bin ich auf das „brining“ gestoßen.
„Brine“ ist englisch für „Sole“ – es geht also darum, das Hähnchen vor dem Garen in Salzwasser einzulegen.
Und was soll ich sagen? Was sich seltsam anhört, sorgt für zartes, saftiges Hähnchenfleisch, das selbst am zweiten Tag noch köstlich schmeckt.

Für etwa 1 kg Hähnchenfleisch (die Menge lohnt sich, dann könnt ihr mehrere Tage davon essen) benötigt ihr:

  • 1,8 Liter Wasser
  • 3 EL Salz
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Coconut Aminos (oder Sojasoße)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL ganze schwarze Pfefferkörner
  • ein verschließbares Gefäß oder ein Zip-Loc-Beutel

 

Stellt aus dem Wasser und den ganzen Gewürzen in dem Behälter oder dem Beute eine Sole her.
Das Salz sollte sich komplett auflösen.
Gebt das Fleisch hinzu und stellt das Ganze für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank.

Holt das Hühnchen aus der Sole und wascht es gut ab.
Lasst es in einem Sieb abtropfen.

Würzt das Fleisch nach Belieben.
Ich nehme gerne: Curry, Chilipulver, Kreuzkümmel und Paprikapulver.
Diese Gewürze mische ich in einer kleinen Tasse miteinander und reibe dann das Fleisch richtig damit ein.
Dann gart ihr es bei 170° für ca. 15 – 20 Minuten im Ofen.
(Ihr kennt euren Ofen am besten. Ich gebe zu, ich bin eher der „Pi mal Daumen“-Koch – wenn ich meine, das Fleisch müsste gut sein, schneide ich es an, umd nachzusehen. :D )

Das Hähnchenbrustfilet sollte komplett gar, aber richtig saftig sein.
Schneidet es in Scheiben und serviert es auf dem Salatbett.

Für Normalesser könnt ihr noch Brot dazu servieren.

 

Fauler Rutsch ins neue Jahr

Ein Slow Cooker ist perfekt für faule Tage, oder Tage, an denen man Gastgeber ist, aber keine Zeit (oder Lust) hat, stundenlang in der Küche rumzukaspern.
Morgens schmeißt man alles rein, was am Abend ein Essen ergeben soll und dann macht man einfach nichts mehr.
Das verlinkte Rezept enthält Kartoffeln – für Whole 30-er bestens geeignet, für Paleo-Fans eine Frage des Standpunkts und für LCHFler ein klares Nein, deswegen könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr die Kartoffeln verwendet, ersetzt oder ganz weglasst.

Solltet ihr keinen Slow Cooker haben, so könnt ihr die Suppe natürlich auch in einem ganz normalen Topf vor sich hin köcheln lassen – ging vor Erfindung der Schongarer ja schließlich auch, nicht wahr?

Für die „Normalos“ könnt ihr Baguettebrot dazu anbieten und wer mag gibt sich noch einen fetten Klecks Schmand auf die Suppe. :)

Schnitzeltag

Bei meinen unglaublich intensiven Internetrecherchen zum Thema Schnitzel habe ich festgestellt, dass der 09.09. der Tag des (Wiener) Schnitzels ist.
Hätten wir das also auch schon mal geklärt!
Da der 01.01. genau wie der 09.09. eine Schnapszahl ist, habe ich mir gedacht, kann man auch an Neujahr mal wieder so ein schönes Schnitzel in die Pfanne hauen.

(Eigentlich habe ich mir gar nichts dabei gedacht, außer „Hm, Schnitzel wäre mal wieder cool!“ Aber das klingt so unspektakulär. Ihr könnt euch einfach aussuchen, welche Geschichte ihr besser findet. :D )

Ich paniere Schnitzel sehr gerne mit Flohsamenschalen, da diese schön braun und kross werden.
Aber es funtkioniert auch mit gemahlenen Nüssen, Mandelmehl, Kokosmehl, Kokosflocken, Parmesan oder fein zerbröselten Schweineschwarten (diese knusprigen Dinger, die in Holland übrigens „Knabbelspek“ heißen. Man muss sie einfach lieben, die Holländer).

Dazu gibt es einfach buntes Ofengemüse. Das ist simpel und köstlich.
Wer mag kann auch hier noch Schmand dazu reichen, denn der passt perfekt zum Gemüse!
Richtig lecker finde ich, Schmand mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch gewürzt.

Kunterbuntes Durcheinander

Alles mögliche in die Pfanne hauen und dann hoffen.
So koche ich ziemlich oft.
Und bisher ist in 98% der Fälle was richtig leckeres dabei herausgekommen.
Die übrigen 2% waren dann aus der Kategorie „essbar“.

Oder wie Herr Yu es immer so schön formuliert: „Schmeckt lecker. Brauchst du aber nicht noch mal machen.“
(Sehr diplomatisch, oder? Mein Vater ist da weniger sensibel. Da heißt es dann in solchen Fällen: „Der Hunger treibts rein.“)

Nun ja, wie auch immer, für die asiatische Pfanne nehmt ihr einfach verschiedene Gemüsesorten wie Paprika, Zwiebeln, Lauch, Pilze, Sprossen, fein geschnittenen Kohl und ein paar Rindfleischstreifen.
Das alles bratet ihr in Kokosöl scharf an und würzt mit aller Hingabe.
Ich nehme hierzu auf jeden Fall Coconut Aminos, für mich der perfekt Sojasoßen-Ersatz.
Ihr könnt aber natürlich auch einen kleinen Schuss normaler Sojasoße nehmen, wenn ihr diese gut vertragt.

In den einschlägigen China-Würzmischungen sind leider oft komische Dinge enthalten, deswegen hat meine Gewürzauswahl mittlerweile ein beachtliches Maß erreicht – so kann ich „ländertypisch“ würzen ohne Geschmacksverstärker und seltsame E-Nummern an mein Essen geben zu müssen.

Sollten eure Mitspeisenden noch eine Beilage wünschen ist hier Reis natürlich perfekt.
Und wenn ihr mögt, schreddert ihr euch noch einen Blumenkohl und esst Blumenkohlreis dazu. ♥

Bewährte Brassicaceae

So. Hätten wir auch eine Angeber-Überschrift in dieser Ausgabe der Spione.
Könnt ihr euch als „Klugschwätzer-Smalltalk-Wissen“ notieren.
Brassicaceae sind Kreuzblütengewächse und dazu gehört auch der Brokkoli.
Und der wandert in dieser Woche mal wieder in die Suppe.

Für die High Carb-Freunde könnt ihr, mal wieder, Brot dazu servieren oder Croutons in die Suppe streuen.
Oder ihr bratet Bacon schön knusprig an und krümelt ihn über die Suppe, dann haben alle was davon.

 

Schlürf und Schlonz

So isst man doch Nudeln, oder? Schlürfend und schlonzend.
Und auch mit Zucchininudeln klappt das hervorragend.

Ihr könnt die „Zudeln“ auch durch Salat ersetzen oder durch Gemüsepüree oder ihr lasst das alles weg und genießt die Soße pur.
Den Nicht-LCHFlern könnt ihr normale Pasta dazu kochen und schon sitzt die Familie fröhlich vereint am Tisch.

 

Altruistischer Gruß aus der Küche

Also. Langzeitleser wissen, ich mag keinen Thunfisch.
Die Assoziationen die ich dazu habe, wenn eine solche Dose geöffnet wird und meine körperlichen Reaktionen darauf werde ich euch nicht weiter erläutern.
Aber ich habe mir gedacht, nur weil ich das Zeug nicht ausstehen kann, müsst ihr ja nicht darauf verzichten und habe mal wieder im Forum gestöbert.
Den Reaktionen nach zu urteilen, scheinen wir hier ein echtes Leckerchen zu haben, also haut doch mal den Thunfisch in die Pfanne!

Dazu passt ein Gurkensalat ziemlich gut (hab ich mir sagen lassen) und falls ihr euch fragt, was ich dann am Freitag esse: Fisch und Salat! (Nur eben keinen Thunfisch. :D )

 

Das ist also unser Plan für die erste Woche des neuen Jahres.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr gut rüber kommt und dass ihr ein gesundes, glückliches und leckeres neues Jahr erleben werdet!

Haut rein! ♥

Christina ist nicht nur im Forum als „Frau Yu“ bekannt, auch als Bloggerin hat sie viele begeisterte Leser, die sie auf ihrem Weg zum Zielgewicht begleiten und anfeuern. Seit Juni 2016 verstärkt sie uns auch als tatkräftige Moderatorin im LCHF-Forum.

Auf LCHF.de schreibt sie über dies und das, was sie bewegt – eine Frau mit Tiefgang!

Darüber hinaus ist sie federführend in unserer Serie „Frau Yubabas Teller-Spione“, eine Serie für alle, die bei LCHF ein wenig Inspiration für den eigenen Teller brauchen.

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