Frau Yubabas LCHF-Tellerspione KW 43 – 2017

Auf in eine neue Woche mit LCHFTellerspione KW 43 – 2017 !
Wie jeden Samstag liefern die Spione ein paar Mahlzeitenideen und freuen sich, wenn etwas für euch dabei ist!

In dieser Woche steht folgendes zur Auswahl:

Samstag: Hackbällchen Toskana auf Eisbergsalat
Sonntag: Blumenkohlcremesuppe mit Hackfleischeinlage
Montag: Comfort Noodles
Dienstag: Gefüllte Auberginen
Mittwoch: Fajitas
Donnerstag: Filettopf mit Champignons und Kräutern
Freitag: Knoblauchfisch à la Papa Yu

Keep rollin‘, rollin‘, rollin‘

Hackbällchen Toskana – ja das ist so ein Gericht, ne?
Also irgendwie schlimm spießig und langweilig, aber (und entschuldigt, wenn ich das so sage) leider geil. 😀

Klar ist, dass wir keine Tütenpülverchen brauchen, um ein köstliches Essen zu zaubern.
Würzt das Hackfleisch einfach nach Belieben. Ich finde es immer sehr passend, wenn bei der Toskana-Variante etwas Oregano und Knoblauch mit am Fleisch ist – aber wie gesagt, das könnt ihr ganz nach Belieben gestalten.
Rollt die Bällchen zu etwa gleich großen Kugeln und setzt sie in eine Auflaufform.

Jetzt gehts um die Soße.
Hierzu nehme ich passierte Tomaten, italienische Kräuter, Salz, Pfeffer und wieder etwas Knoblauch. Die Zutaten miteinander verrühren und dann noch etwas Sahne hinzu geben, damit das Ganze etwas cremiger wird.
Die Sahne kann man prima durch alles möglichen anderen Milchprodukte ersetzen; ob Crème Fraîche, Schmand, Frischkäse oder auch Crème double – alles kann dem Sößchen einen ordentlichen Schubs geben. 🙂

Verteilt die Soße nun über und rundherum um die Bällchen.
Jetzt kommt natürlich noch der käsige Clou – der Mozzarella!
Schneidet ihn in feine Scheiben und legt je eine Scheibe auf eine Kugel.

Die Auflaufform wandert nun bei ca. 180° C (Umluft) in den Ofen. Nach 20 – 25 minuten steht dann eine heiß dampfende, köstliche Speise vor euch.

Bei uns gibt es oft Eisbergsalat, der mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer angemacht ist, als Beilage dazu.
Aber auch Blumenkohlreis, Gemüsepüree oder ein LCHF-geeignetes Brot sind eine prima Sache, um die leckere Soße damit zu vertilgen.
Für die Normalesser könnt ihr natürlich Reis, Nudeln oder auch Ciabatta dazu anbieten.

Michel und die Suppenschüssel

Ihr kennt doch sicherlich Michel aus Lönneberga, der mit seinem Kopf in der Suppenschüssel stecken bleibt, oder?
Tja nun, ich kann Michel super verstehen, denn die Suppenschüssel würde ich auch immer am liebsten ausschlecken und bei meinem Glück, würde auch ich ganz pausbäckig in der Schüssel stecken bleiben.

Nur gut, dass mir meine Eltern doch grundlegende Tischmanieren beigebracht haben und ich deswegen noch nicht in die Bredouille gekommen bin.
(Danke Mama und Papa! <3)

Als Einlage gibt es für die Blumenkohlsuppe in dieser Woche krümelig angebratenes, scharf gewürztes Hackfleisch.
Eine unschlagbare Kombination!
Brot oder Brötchen wären noch eine Option für die High Carb Esser, wenn diese irgendwas in die Suppe tunken möchten.

Seelenfutter

Zu meiner Junggesellinnenzeit waren Nudeln Grundnahrungsmittel Nummer 1 bei mir.
Bergeweise (und das ist keine Übertreibung) konnte ich sie verschlingen.
Verschiedenste Soßen sorgen ja immer dafür, dass das Essen immer wieder anders schmeckt und so fällt kaum auf, dass man an 4 von 7 Tagen Nudeln gegessen hat.

(Witzig, dass das gemeinhin als relativ normal angesehen wird, man aber, sobald man mit LCHF startet, belehrt wird „Was man denn dann jetzt noch esse? Voll einseitig deine komische Fettdiät!“)

Und ja, Nudeln waren auch immer ein bisschen Seelentrösteressen. Gemütlich einen Teller Spaghetti wegschlabbern hatte für mich immer so etwas beruhigendes.
Nur gut, dass ich irgendwann über dieses Rezept gestolpert bin, denn es fühlt sich für mich genauso „comforting“ an, wie eine Portion Spaghetti.
Wie ich das Rezept genau umgesetzt habe, habe ich hier schon einmal beschrieben.

Mittagstisch bei Muttern

Dienstags habe ich das große Glück, dass meine Mama für mich kocht.
Und noch größeres Glück ist, dass sie sich für mich immer wieder LCHF-geeignete Gerichte überlegt und diese extra zubereitet.
Ist das nicht cool?

Unschlagbar sind für mich (unter anderem – Mama kocht einfach super gut) ihre gefüllten Auberginen.
Es muss dieser geheime Mama-Zauber sein, denn Mütter verwenden, um ihre Kinder ans Zuhause zu binden, der dafür sorgt, dass sie und nur sie allein, den Geschmack genau so hinbekommt.
Wenn ich die Teile nach koche, schmecken sie nie wie bei ihr.
Mama meint zwar immer: „Nein, das liegt nur an der Gewürzmischung! Die habe ich mal (und das ist jetzt kein Scherz) in einem Ferienhaus gefunden, in dem wir waren. Und die war so lecker, dass ich sie mitgenommen habe.“
OK, stellt sich nur die Frage: Was machen wir, wenn die Mischung irgendwann mal leer ist?
Schiere Panik macht sich breit.
Aber wie so oft schweife ich ab.

Die Auberginen werden längs halbiert und ein wenig vom Innenleben heraus geschnitten, damit eine Vertiefung entsteht.
Dann kommen sie auf ein Backblech und werden vorgegart, bis sie anfangen, weich zu werden.
Währenddessen wird aus Hackfleisch, Zwiebel, dem klein geschnittenen Aubergineninnenleben, Salz , Pfeffer , Tomatenmark und der Gewürzmischung™ (die übrigens schlicht „italienische Kräuter“ heißt) eine Masse geknetet.
Diese wird auf die Auberginen verteilt und mit etwas geriebenem Käse bestreut.
Dann wandern die Gemüseschiffchen wieder in den Ofen, bis das Fleisch gar und der Käse fein gebräunt ist.
Fertig ist der Gaumenschmaus.

 

Tex-Mex-Mittwoch

In meiner früheren Wohngegend gab es ein American Diner, das verschiedenste, typisch amerikanische Gerichte angeboten hat.
Von Burger über Corn Chowder bis hin zur Tex-Mex-Küche war alles dabei und so auch Fajitas.
Wenn man die bestellt hat, war das immer ein wenig Aufsehen erregend, denn man bekam verschiedene Pfännchen, Schüsselchen mit Dips und Gemüseorten sowie Tortillas separat serviert.
Der Tisch war zum Bersten voll und los ging das Vergnügen!
Guacamole, Sour Cream, Salsa auf die Tortilla gestrichen, Hähnchenbrustreifen und Paprika rein und dann gut wickeln und genießen!
Eine sehr gemütliche, gesellige Art des Essens.

Und jetzt kommts! Wir können dieses spektakuläre Essen an unseren heimischen Tisch bringen.
Das haben Anne und Annika auch ganz wunderbar in ihrem Kochbuch „LCHFpur – über 80 Low-Carb Rezepte für Juli & August“ beschrieben!
Komponenten wie Sour Cream und Guacamole sind sowieso schon LCHF, Fleisch und Gemüse können wir frei wählen und die Tortillas ersetzen wir durch „Käse Oopsies“.

Für die Käse Oopsies braucht ihr 3 Eier, 150 g Frischkäse, etwa 50 g geriebenen Käse, ein wenig Salz und das wars auch schon.
Dann stellt einen normalen Oopsie-Teig her, rührt den geriebenen Käse aber unter die Frischkäse-Eigelb-Mischung.
Backt die Oopsies bei ca. 160° C (Umluft) und fertig ist die „LCHF Tortilla“.
Nun kann die Wickelei losgehen.
Bestreicht die Käsefladen mit Guacamole, Schmand, gebt Tabasco hinzu, Mayo rein oder auch Crème Fraîche und dann belegt das Ganze mit frischem, fein geschnittenen Salat.

Als weitere Füllung finde ich Hähnchenbruststreifen mit Paprika und Zwiebeln angebraten hervorragend.
Und besonders schön ist ja auch, dass man die Familie ratzfatz glücklich machen kann, indem man für sie einfach normale Tortillas besorgt!
Ich finde übrigens, dass dies auch ein super Essen ist, wenn man Gäste bekommt.
Dann kann man noch ein paar mehr Füllungen vorbereiten, wie zum Beispiel Hackfleisch, Thunfisch oder was einem sonst so einfällt.

Quell steter Inspiration

Auch dieses Rezept stammt aus einem der LCHFpur Kochbücher, nämlich aus dem für März & April!
(Bevor ich die Spione schreibe sitze ich nämlich tatsächlich immer da, wälze Kochbücher und Foren und Internetseiten und suche Inspirationen. Ihr wisst: sonst gäbe es jede Woche Frikadellen, Flammkuchen und Big Mac Salat…)
Der Filettopf schmeckt wirklich super gut und wurde hier schon mehrfach verspeist. 😀

Kein Wunder…

… dass ich so gerne esse, denn nicht nur meine Mama (s. o.) kocht gut, sondern auch mein Papa.
Besondere Highlights in seiner Küche: Backfisch (dem ich ehrlich gesagt ab und zu hinterher trauere), Paprikafisch, Kürbissuppe, Fischfrikadellen und vor allem der Knoblauchfisch!

Knoblauchfisch

Der Knoblauchfisch ist ein Gericht, das wir früher immer nur dann gekocht haben, wenn wir wussten, dass wir am nächsten Tag nirgendwo hin müssen, denn der Name ist hier Programm!
Und nach dem Verzehr wird man zur olfaktorischen Belästigung seiner Mitmenschen, da helfen auch keine Hausmittelchen wie Petersilie kauen oder Milch trinken. 😀

Für den Fisch braucht ihr:

– ca. 200 g Seefisch pro Person (Köhler, Rotbarsch, Kabeljau, Seehecht – was ihr mögt)
– frische Petersilie
– 3 Knoblauchzehen
– Olivenöl
– Butterschmalz (optional)
– Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Legt die abgewaschenen und trocken getupften Fischfilets in einen verschließbaren Behälter.
Hackt die Petersilie fein.
Schneidet den Knoblauch in feine Würfelchen.
Vermengt die Kräuter und den Knoblauch mit Olivenöl und gießt dieses über den Fisch.
Nehmt so viel Öl, bis dass die Filets komplett bedeckt sind.
Macht einen Deckel auf die Kiste (besser is‘ das) und stellt sie in den Kühlschrank.
Lasst den Fisch einige Stunden oder auch gern über Nacht darin marinieren.

Heizt eine Pfanne auf mittlere Hitze und gebt etwas Butterschmalz hinein, wenn ihr mögt.
Ihr könnt aber auch darauf verzichten, weil ja schon viel Öl im Spiel ist.
Salzt und Pfeffert die Fischfilets erst jetzt, da sie sonst Wasser ziehen und dröge werden.
Gebt alles, also Fisch und die gesamte Marinade in die Pfanne und gart den Fisch, bis er glasig ist.

Fertig!

Als Beilage ist hier Feldsalat ganz prima oder auch ein LCHF-Brot zum Tunken.
(Ihr könnt die schmackhafte Tunke aber auch löffeln – ich schwöre, die ist maximal lecker!)

Für die „Normalos“ reicht ihr am besten Zwiebelbaguette dazu.

Das „Brot“ auf dem Bild ist übrigens auch LCHF-kompatibel.
Es wird ganz einfach hergestellt:
25 g Kokosmehl, 2 Eier, 1 TL Backpulver, 25ml Kokosmilch und etwas Salz werden zu einem Teig verarbeitet und dann als kleine Fladen in der Pfanne ausgebacken.
Zum Ausbacken könnt ihr Kokosöl oder Butterschmalz nehmen.
(Übrigens habe ich dieses Rezept mal wieder im Forum abgestaubt, in einem Tagebuch einer Teilnehmerin… Gruß an Wren!)

 

Das sind die Spione für diese Woche und ich verabschiede mich nun ins Wochenende und sage:

Haut rein!

Christina ist nicht nur im Forum als „Frau Yu“ bekannt, auch als Bloggerin hat sie viele begeisterte Leser, die sie auf ihrem Weg zum Zielgewicht begleiten und anfeuern. Seit Juni 2016 verstärkt sie uns auch als tatkräftige Moderatorin im LCHF-Forum.

Auf LCHF.de schreibt sie über dies und das, was sie bewegt – eine Frau mit Tiefgang!

Darüber hinaus ist sie federführend in unserer Serie „Frau Yubabas Teller-Spione“, eine Serie für alle, die bei LCHF ein wenig Inspiration für den eigenen Teller brauchen.

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